Daniel Gottfried 25.10.22 moz art Christkönigskirche

Daniel Gottfried: Fantasien

Künstler*innen

Daniel Gottfried: Orgel

Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Fantasie und Fuge g-Moll, BWV 542

Franz Liszt (1811-1886): Évocation à la chapelle sixtine

Jehan Alain (1911-1940): Première Fantaisie JA 72 ; Deuxième Fantaisie JA 117 

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847): Orgelsonate Nr. 3 A-Dur, op. 65/3

Louis Vierne (1870-1937): Feux Follets aus den Pièces de fantaisie op. 53

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Ein Orgelstück für eine Uhr KV 608 („Fantasie f-Moll“)

Den Titel „große“ Fantasie und Fuge bekam dieses Orgelwerk mit Bachs wohl bekanntester Fuge, um es von der früheren „kleinen“ Fuge in g-Moll zu unterscheiden. Bach bewarb sich um die Organistenstelle in St. Jacobi, Hamburg und hatte dort dem niederländischen Meister Jan Adam Reincken zwei Stunden lang vorzuspielen. Man nimmt an, dass Bach diesem mit dem Thema der Fuge, welches auf ein niederländisches Volkslied zurückgeht, Reverenz erweisen wollte. Die Stelle hat Bach allerdings trotzdem nicht erhalten.

1847 hörte Liszt wie Mendelssohn in einem Konzert die Orgelmusik Bachs interpretierte. Das führte dazu, dass er sich mit dieser Musik zu beschäftigen begann und ein Orgelklavier für seine Wohnung anschaffen ließ. 1862, ein Jahr nach seiner Übersiedlung nach Rom, komponierte er Évocation à la chapelle sixtine inspiriert von Mozart’s “Ave verum corpus” and Allegri’s “Miserere”, welche er in der sixtinischen Kapelle gehört hatte.

Jehan Alain war einer der bedeutendsten Organisten der Moderne, der in der relativ kurzen Zeit seines Wirkens nicht nur die französische Orgelmusik des 20. Jahrhunderts stark beeinflusst und mitgeprägt hat. Das Werkverzeichnis Alains umfasst mehr als 140 Kompositionen. Er schrieb Musik für Klavier und Orchester sowie Vokal- und Kammermusik. Seine Bekanntheit verdankt er aber vor allem seinen Werken für Orgel.

Man kann Mendelssohn mit Fug und Recht als den bedeutendsten deutschen Kirchenkomponisten des 19. Jahrhunderts bezeichnen – natürlich in erster Linie wegen seiner vielen größeren und kleineren kirchenmusikalischen Vokalwerke, aber auch auf Grund seiner zahlreichen Kompositionen für die Orgel. Die bedeutendsten darunter sind sicher die sechs Orgelsonaten op. 65, die ein unverzichtbarer Bestandteil des allgemeinen Orgelrepertoires geworden sind. 

Die in 4 Suiten gegliederte 24 Fantasiestücke gehören zu Viernes bedeutendstem Beitrag zum französisch-romantischen Orgelrepertoire. Sie sind eine Verbeugung vor dem, von ihm verehrten Robert Schumann und beziehen sich thematisch auf Natur und Mensch. 

Wolfgang Amadeus Mozarts Interesse für die Orgel war und ist ein offenes Geheimnis. Trotzdem steht diesem Interesse nur eine kleine Anzahl an Werken gegenüber.  Als eigentliche Orgelwerke sind nur die drei für selbstspielende Flötenuhr bestimmten Kompositionen anzusprechen. Dazu zählt auch das Orgelstück für eine Uhr KV 608.

Daniel Gottfried ist in ganz Europa als Konzertorganist unterwegs. Die Kathedrale von Chartres, das Auditorium National de Lyon, die Kirche Saint-Séverin in Paris, Derby Cathedral, der Stephansdom in Wien, die Wiener Jesuitenkirche oder die Stiftskirche St. Florian sind nur einige der bedeutenden Orte, an denen er bereits konzertiert hat, ebenso im österreichischen und im französischen Rundfunk.

Im Laufe seiner mit Auszeichnung abgeschlossenen Studien an der Musik und Kunstuniversität Wien sowie am Conservatoire National Supérieur de Musique de Lyon in Orgel und Komposition entwickelte Daniel eine tiefgreifende Faszination für die Orgelmusik des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Diese farbenreiche und vielschichtige Musik ermöglicht es ihm, als Interpret technische und musikalische Präzision zu vereinen. Stets angepasst an das Instrument interpretiert er Musik sämtlicher Stilepochen sowie eigene Kompositionen und Transkriptionen von Orchesterwerken für Orgel. 

Daniel ist seit Jänner 2022 Hauptorganist der Kirche St. Katharina in Zürich. Zuvor wirkte er als Organist an der Wiener Jesuitenkirche. Er konzertierte u.a. mit dem Orchestre National de Lyon, dem Orchester Wiener Akademie sowie mit einem Solistenensemble der Wiener Symphoniker. Daniel unterrichtet Orgel und Orgelimprovisation an der Musik und Kunst Privatuniversität (MUK) in Wien.

>> https://danielgottfried.com/

Datum

25 Okt 2022
Expired!

Uhrzeit

18:00

Ort

Christkönigskirche
Hartholzstraße 5, 2640 Gloggnitz